Versöhnlicher Abschluss der WM für Nathalie Schwarz!

Abschlussbewerb der Langläuferinnen bei der nordischen Schi-WM in Falun mit dem 30 km Massenstartrennen in der klassischen Technik. Für Österreich am Start - und nach brutalem Härtetest auch im Ziel - Nathalie Schwarz von der SU Raika Zwettl.


Nathalie Schwarz - Foto Martin Pröll

Nathalie Schwarz - Foto Martin Pröll

Noch nie zuvor hatte Nathalie Schwarz ein Langlaufrennen über eine so große Distanz absolviert. Jetzt die Premiere, und das gleich bei der nordischen Weltmeisterschaft in Schweden. Dementsprechend heftig ging es dann auch zur Sache und - was angesichts des jugendlichen Alters der Zwettlerin nicht verwundert - dementsprechend schwierig gestaltete sich der Rennverlauf.

 

Von Anfang an wurde vor allem von den norwegischen Damen ein hohes Tempo angeschlagen, sodass das Feld der Läuferinnen rasch weit auseinandergezogen war. Nathalie konnte erwartungsgemäß nicht mit der Spitze mitgehen und konzentrierte sich auf ihren eigenen konstanten Rhythmus. Angetrieben von tausenden enthusiastischen Fans entlang der gesamten Strecke bezwang Nathalie ganze sechs Mal den ebenso berüchtigten wie steilen „Mörderbakken“ und erreichte schließlich auf Rang 35 das Ziel. Damit hat sie die erhoffte Top-30-Platzierung zwar knapp verfehlt, es besteht aber angesichts der schwierigen Verhältnisse kein Grund zu Traurigkeit.

 

So zeigte sich Nathalie im ORF-Interview auch zufrieden mit ihrer Leistung über die Langdistanz. Und besonders beeindruckt war die SU Raika Zwettl-Athletin von der einmaligen, unvergleichlichen Stimmung bei den WM-Rennen. „Eine derartige Langlaufbegeisterung wie in Skandinavien findet man nirgendwo anders“ - und die war immer wieder auch Triebfeder und Motivation im Kampf mit den 30 Loipenkilometern.

 

Schon zum zweiten Mal Weltmeisterin bei diesen Titelkämpfen wurde die Norwegerin Therese Johaug vor ihrer Teamkollegin Marit Björgen und der Schwedin Charlotte Kalla. Die großen drei des Damenlanglaufsportes haben also auch diesem Rennen ihren Stempel aufgedrückt.

 

Ganz hervorragend aus österreichischer Sicht hat sich Teresa Stadlober präsentiert. Die Tochter des ORF-Co-Kommentators lief teilweise sogar unter den ersten zehn mit und belegte am Ende den 13. Platz!

 



***
28. Feber 2015
Von: Karl Schimpl